Gansch und Partner SINFCON
16.09.2013

Besser optimieren

KURSBUCH, Ausgabe 171:
Im Kursbuch "Besser optimieren" spricht Christian Gansch mit Armin Nassehi über den perfekten Klang.

 

Das Kursbuch war über Jahrzehnte hinweg eine Institution. Es wurde 1965 von Hans Magnus Enzensberger in Zusammenarbeit mit Karl Markus Michel gegründet und entwickelte sich bald zu dem meinungsbildenden Organ der Republik, das die intellektuellen Diskurse des Landes entscheidend mitgeprägt hat. Nach mehreren Verlags- und Herausgeberwechseln wurde es Mitte 2008 eingestellt. Ab Februar 2012 wird das Kursbuch wieder dreimal jährlich erscheinen. Damit wird eines der wichtigsten Kulturmedien der letzten 50 Jahre wiederbelebt.

Das Kursbuch will – fortsetzend mit Nummer 170 – wieder eine Institution werden. Die Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Medien werden darüber nachdenken, was moderne Gesellschaften prägt und verändert, was sie antreibt und hemmt, was sie befreit und behindert. Herausgeber wird der renommierte Münchner Soziologieprofessor Armin Nassehi sein. Chefredakteur ist der Publizist und Politologe Peter Felixberger.

 

 

Der perfekte Klang. Über die Leichtigkeit vollendeter Musik

Christian Gansch, Armin Nassehi

Auf den ersten Blick mag es erstaunlich sein, im Zusammenhang mit Optimierung über Musik zu reden. Allerdings besteht die Praxis des Musizierens sehr wohl aus (Selbst-)Optimierungsstrategien. Yehudi Menuhin wird die Aussage zugeschrieben, wenn er einen Tag nicht übe, merke er es, wenn er zwei Tage nicht übe, würden es seine Freunde merken, und am dritten Tag ohne Üben sogar das Publikum. Musikalische Kunstfertigkeit muss sich in einer konkreten Gegenwart bewähren, sie muss gewissermaßen abrufbar sein – und musikalische Optimierungsstrategien ermöglichen es dem Musiker erst, in der konkreten Situation zu tun, was zu tun ist.

Musik ist aber nicht nur Kunst, sie ist auch Industrie, Ware und Distinktionsmittel – sie wird künstlerisch gestaltet und hervorgebracht; sie wird industriell produziert, gespeichert und distribuiert; sie muss sich als Ware auf Märkten für Konzertevents und Tonträger bewähren; und nicht zuletzt hat sie eine enorme Bedeutung für die Identität und für die Abgrenzung von Milieus, Lebensstilen und Lebensformen. Die Musik spielt also tatsächlich in unterschiedlichen Arenen, in denen ganz unterschiedliche Erfolgsbedingungen gelten. Wie alles in der gesellschaftlichen Moderne lässt sich auch an der Musik erkennen, dass die Gesellschaft sehr unterschiedlich auf sie zugreift, dass Musik ganz unterschiedliche Bedeutungsebenen hat.

Lesen Sie den gesamten Essay im Kursbuch 171

 

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